„Ausfahrt zum Oberschwäbischen Barock“

Sa., 08.10.2022,

Nach einigen Wanderungen, die unsere Ortsgruppe beim 121. Deutschen Wandertag unter dem Motto „Genieße das Wandertal“ geführt hat, sind wir nun ins Oberland  gefahren.

Erster Halt war im ehemaligen Benediktinerkloster Wiblingen. Wir durften unter guter  informativer Führung die Barockbibliothek ansehen. Abt Meinhard Hamberger (1730 – 1762) ließ im Mittelteil des Klosters einen Bibliothekssaal einbauen, worin alle Schätze der Weisheit und der Wissenschaft aufbewahrt werden sollten.

Unser nächstes Ziel war das Schwäbische Pantheon in Oberdischingen. Bis 1850 waren die Herren Schenk von Castell die hiesigen Standesherren. Der berühmteste Vertreter war Reichsgraf Franz Ludwig Schenk von Castell, „Malefizschenk“ genannt. Er verfügte über die höchste Gerichtsbefugnis und hat sich weit über die Grenzen Oberschwabens hinaus erfolgreich um die Bekämpfung des Gauner-Unwesens verdient gemacht. Die Bautätigkeit  des Grafen sieht man noch an der Herrengasse und der Kuppelkirche. Die Kirche ist ein weiter, heller hoher Raum. Die Steinreliefs über dem Altar stammen vom Kloster Blaubeuren und wurden dort 1501 vom Meister Anton erschaffen.
Eine gute Einkehr hatten wir dann in Bad Buchau.

Dritte Station war die Kirche St. Osswald in Otterswang (dort in der Nähe ist die Schussenquelle). St. Osswald ist ausnahmslos von einheimischen Künstlern erschaffen worden; das Innere der Kirche überrascht durch seine Helligkeit und Freundlichkeit, je nach Sonnenstand. Man sieht den Hochaltar und dessen Passionsgruppe: Christus am Kreuz und die schmerzhafte Mutter zu seinen Füßen. Die Otterswanger Landfrauen fertigen seit 50 Jahren zum Erntedankfest Bilder zu Themen aus der Bibel. Wir hatten  Glück, das diesjährige Bild aus Früchten und Samen zu sehen; es zeigt „Jonas wird vom Walfisch ausgeworfen“. Der Memminger Barockmaler Joh. Elias Grimmel hat dieses Bild, das als Vorlage für den diesjährigen Erntedankteppich dient, im Jahr 1739 für das Kreuzherrenkloster in Memmingen gemalt. Das Motiv vom Propheten Jonas und dem Walfisch erfreute sich in der Barockzeit großer Beliebtheit. Wir konnten nur staunen und dieses Kunstwerk und die geschmückte Kirche bewundern.

Als Abschluss besuchten wir die schönste Dorfkirche in Steinhausen. Die Brüder Zimmermann haben diese Kirche erbaut und ausgestattet. Die Wallfahrt begann im 15. Jahrhundert, 1483 wurde in Rom für das wundertätige Gnadenbild „Zur schmerzhaften Mutter Gottes“ ein Ablass erwirkt.

Mit einem Gruppenfoto wurde die Rundfahrt beendet.

Jede Kirche war schön, aber doch anders.

Wir danken unseren Wanderführern für die gute Ausarbeitung und Führung.

www.weinstadt.albverein.eu

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